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Schnappschuß

NRW Radtour 2016 in Voerde

Am Wasserschloss Voerde wird Pause gemacht. / Foto: Brigitte Würz

Am Wasserschloss Voerde wird Pause gemacht. / Foto: Brigitte Würz

Am Samstag den 16. Juli 2016 macht die diesjährige Radtour durch NRW Halt in Voerde. Auf der dritten Etappe führt es die Teilnehmer vom LVR-Archäologischer Park Xanten über Alpen und Voerde zum Ziel in Moers. Der Posaunenchor Voerde sorgt für musikalische Unterstützung am Pausenpunkt am Wasserschloss.

Wenn sich am Samstag die über 1.000 Teilnehmer der NRW Radtour in ihre Sättel schwingen und sich auf die 72 Kilometer lange Etappe begeben, ist auch der Posaunenchor gefragt. Als zweiter Zwischenstopp steuern die Radler das Wasserschloss in Voerde an. Dort werden sie ab etwa 15 Uhr erwartet. Neben einer Verpflegungsstelle gibt es auch ein Rahmenprogramm. Für die musikalische Begleitung der Veranstaltung ist der Posaunenchor Voerde auf dem Gelände und bietet ein kleines Platzkonzert dar. Den Radfahrern wird so die Möglichkeit geboten, eine kurze Pause einzulegen, bevor es zur Rheinfähre nach Orsoy geht. Ist der Rhein überwunden, warten die letzten Kilometer bis zum Ziel in Moers auf die Sportler. Im Zielort findet am Abend ein großes Open-Air Konzert, organisiert vom WDR, statt.

Posaunenchor Voerde beim Deutschen Orchesterwettbewerb

Die Voerder Blechbläser in Ulm. / Foto: Dietmar Hansen

Die Voerder Blechbläser in Ulm. / Foto: Dietmar Hansen

Nach der Qualifikation über den Landeswettbewerb im letzten Jahr in Duisburg, fand am ersten Wochenende im Mai der Bundeswettbewerb in Ulm statt. Nach vielen Wochen der Vorbereitung reisten wir guter Dinge an. Trotz allem war eine gewisse Nervosität zu spüren. Denn nicht nur der Chor an sich nahm zum ersten Mal am Deutschen Orchesterwettbewerb teil, sondern auch die meisten von uns hatten sich noch nie in einem Wettbewerb musikalisch mit anderen gemessen.

Den Freitag Abend verbrachten wir auf Einladung des Voerder-Gemeindemitgliedes Margret Wöger-Zock in einem Wirtshaus, wo wir mit leckeren Maultaschen und kalten Getränken versorgt wurden. Einige Mitglieder des Chores ließen es sich nicht nehmen, den Bewohnern des Ortes bei der Aufstellung des Maibaumes zu helfen. Als diese schließlich zum Rest stießen und wir gemeinschaftlich zu Abend gegessen hatten, ergriffen wir die Chance, noch einmal zu proben. Dafür wurde uns netterweise vom Wirt ein Raum zur Verfügung gestellt und wir konnten unser Wertungsprogramm noch einmal durchspielen. Gegen 23 Uhr waren wir zurück an unserer Unterkunft in Ulm, von wo aus sich ein Großteil auf den Weg in die Altstadt begab. Es galt schließlich in bläserischer Tradition, die einheimischen Hopfenerzeugnisse einer ersten Probe zu unterziehen. Die Probe wurde bestanden und für unsere Verhältnisse recht früh, wurde gegen zwei Uhr das Bett bestiegen.

Nach einem ausgiebigen Frühstück stand für den Posaunenchor das Einspielen auf dem Programm. Hierfür konnte eigens eine Räumlichkeit organisiert werden, wo wir uns intensiv auf das kommende Wertungsspiel vorbereiten konnten. Das Wertungsspiel fand im Congress Center Ulm statt und war von hoher Konzentration und ebenso hoher Spielfreude geprägt. Unser erstes Stück war eine Choralfanfare über “Du meine Seele, singe”, arrangiert von Werner Petersen. Dem folgte Beethoven’s “Adagio Cantabile” als ruhigem Kontrast zum intensiven Eröffnungsstück. Als Pflichtstück hatten wir uns für die Bearbeitung von “Ich bete an die Macht der Liebe” entschieden. Bläserisch vereinte dieses Stück verschiedenste Stilrichtungen vom getragenen Beginn über den Choralteil bis zum großen Finale. Etwas ruhiger, aber nicht weniger intensiv, wurde es beim Sprenger-Satz von “Sollt ich meinem Gott nicht singen” und einer Schütz-Fantasie über “Vertraut den neuen Wegen”, welche als Doppelchor dargeboten wurde Als finales Stück erklang “North and South” im Wertungssaal. Nachdem der letzte Ton verklungen war, gab es begeisterten Applaus der Anwesenden Zuhörer. Und auch bei den Musikern machte sich Erleichterung breit und die Konzentration wich der Freude an diesem tollen Ereignis teilgenommen zu haben. Am Ende standen 21,0 Punkte und somit das vom Musikrat verliehene Prädikat - mit sehr gutem Erfolg teilgenommen - auf dem Wertungszettel. Neben uns waren noch fünf weitere Posaunenchöre anwesend. Den Sieg konnten sich die Bläser der St. Markus Kirche aus München sichern. Einen herzlichen Glückwunsch an euch auch nochmal von dieser Stelle.

Wir selber haben in der Vorbereitung und der Veranstaltung selbst sowohl auf musikalischer wie auch menschlicher Ebene noch enger zueinander gefunden und freuen uns schon auf die nächsten Events.
Ein riesengroßer Dank geht hier auch nochmal an unseren ‘Chef’ Marc, der Nerven wie Drahtseile hatte und jeden von uns musikalisch weiter gefördert hat.

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Interview mit Andreas Neuland

Auszug aus dem Gemeindebrief 1/49, 25. Feb. - 26.Feb. 2016
der Evangelischen Kirchengemeinde Götterswickerhamm

unbenannt

Auf der Jahreshauptversammlung im Januar wählte der Posaunenchor Voerde Andreas Neuland zu seinem neuen Vorsitzenden. Marlies Wellmer sprach mit ihm über seine Vorstellungen und über das Musizieren im Posaunenchor.



Nach Wilhelm Hülsken und Horst Füllgraf bist du der jüngste Vorsitzende des Posaunenchores Voerde (PCV).

Ich bin 30. Wir sind ein junger Posaunenchor. Das passt. Horst Füllgraf wird mich als stellvertretender Vorsitzender noch eine Zeit lang unterstützen.

Wie bist Du selber zum Posaunenchor gekommen?

Das Posaunespielen liegt bei mir in der Familie. Mein Großvater Dietrich Bernds spielte die Tuba (Tuba-Dietz) im Voerder Posaunenchor. Meine Eltern nahmen mich schon als Jungen mit zum PC in Hamminkeln, wo ich bis 2007 mitgespielt habe. Mein Posaunenlehrer war Hendrik Lemm, der jetzt den PC Spellen-Friedrichsfeld leitet.

Du bist nun seit sechs Jahren Mitglied des PCV und seit kurzem sein Vorsitzender. Wo möchtest Du besondere Schwerpunkte setzen?

Ich fühle mich in diesem Chor sehr wohl. Unser Dirigent, Marc Pauels, “brennt” für die Musik und motiviert den Chor zu Höchstleistungen. Es macht mir viel Freude mit ihm zu proben. Mir liegt daran, dass dieses Niveau und die Spielfreude gepflegt werden. Gemeinschaft wird in unserem Chor groß geschrieben. Alle sollen sich wohlfühlen. Ich möchte gerne die Tradition des Ständchen-Blasens wieder aufleben lassen. Wir kommen zu runden Geburtstagen, Ehejubiläen oder anderen Anlässen.

Wie viele Mitglieder hat der PCV und was sind seine Aufgaben?

Zurzeit haben wir etwa 30 Mitglieder und fünf JungbläserInnen. Wir spielen bei Gottesdiensten, Gemeindeveranstaltungen.

Wie sieht es denn überhaupt mit den Finanzen des PCV aus?

Im Haushaltsplan unserer Kirchengemeinde hat der Chor ein festes Budget. Davon bezahlen wir Noten, Fortbildungen usw.

Welche besonderen Veranstaltungen stehen in diesem Jahr auf dem Programm des PCV?

Ein ganz besonderer Höhepunkt ist für uns die Teilnahme am 9. Deutschen Orchesterwettbewerb in Ulm. Beim Landesorchesterwettbewerb 2015 in Duisburg haben wir uns den 2. Platz erspielt. Wir werden alles daran setzen, in Ulm ähnlich gut oder besser abzuschneiden.

Viele drücken Euch die Daumen dafür, werden aber nicht dabei sein können. Wann ist der nächste große Auftritt in Voerde geplant?

Das wird im Gottesdienst am 26.06. in der Götterswickerhammer Kirche sein. Dort spielen wir zusammen mit Harmonic Brass, München, die mit uns und anderen Chören ein Probenwochenende durchführen. Die Profis kosten nicht wenig. Wir leisten Teilnehmerbeiträge und hoffen auf Spenden.

Der PCV erfreut die Gemeinde mit seinem Spiel. Dafür Dank dem gesamten Chor. Ich wünsche Dir als Vorsitzendem einen guten Start, Gottes Segen für Dein Engagement und herzlichen Dank für das Gespräch.