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Schnappschuß

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Geistliche Musik - sehr bewegend und sehr gut

Bis auf den letzten Platz ist die Friedenskirche gefüllt. Andächtig warten die Besucher auf den Programmbeginn. Als die Chorsänger auf die Bühne treten, werden sie mit einem warmen Applaus begrüßt. Auf Zeichen des Chorleiters Klaus Danzeglocke summen knapp 60 Sänger ihren Ton und beginnen sogleich a cappella mit dem weihnachtlichen Musikstück „Macht die Tore weit”. Die Sopran-Stimmen dominieren, dann setzt der Bass ein. Unter dem Motto „Geistliche Musik zum Ad vent” musizierten der Dinslakener Bach-Chor, der Posaunenchor Voerde und Roland Thiel-Geist (an seiner Stelle spielte gekonnt Frau Freikamp, Voerde-Mehrum, der WM) an der Orgel unter der Leitung von Klaus Danzeglocke und brachten gemeinsam das Publikum in vorweihnachtliche Stimmung.

Der Chor beginnt Händels „Tochter Zion” zu singen. Die Stimmen der Sänger hallen wohlklingend in die Kirche hinein. Etwas verhalten setzt bei der zweiten Strophe auch die Gemeinde ein, wie es im Programm steht. Unterstützt wird sie dabei von Organist Roland Thiel Geist(*). Besonders überzeugend bringt der Bach-Chor Brahms „O Heiland, reiß die Himmel auf” zum Klingen. Der Dynamik des Stückes entsprechend, steigert sich der Ausdruck, bis die Sänger gemeinsam in ein den Raum erfüllendes „Amen” einstimmen.

Der Posaunenchor Voerde lässt in instrumentalen Stücken ruhige, weihnachtliche Melodien ertönen. Besinnlich stimmen dabei die wohlklingenden, weichen und dunklen Töne der Blasinstrumente. Das letzte Stück „Magnificat” vereint noch einmal Chor und Bläser. Der Bass ist durchdringend, die Musik erfüllt die Kirche. Mehrstimmig und ver-setzt singt der Chor die Zeilen „Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem heiligen Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar von Ewigkeit zu Ewigkeit”. Ein abschließendes „Amen” verklingt im Raum und es tritt ein kurzer Moment der Stille ein, bevor das Publikum in Applaus ausbricht.

„Sehr gut!”, beurteilt Besucher Joachim Leuker das Konzert. Er ist selbst Sänger in zwei Chören und weiß „den Chorklang und die präzisen Einsätze” zu schätzen. Besonders die Auswahl romantischer Stücke von Mendelssohn und Brahms hat ihm gefallen. Danzeglocke freut sich über das sichtlich begeisterte Publikum. „Das ist das Tollste, dass so viele gekommen sind. Damit haben wir nicht gerechnet, weil ja im Moment auch viele andere Adventskonzerte stattfinden.” Ob es im nächsten Jahr eine Neuauflage geben wird? „Schön wär’s”, meint Danzeglocke.

Ein Bogen von Advent bis Weihnachten

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Versuch gelungen

In den ersten Tagen des neuen Kirchenjahres schlossen der Posaunenchor Voerde und die Kleine Domkantorei ihre Übungsarbeit des alten Kirchenjahres mit einem gemeinsamen adventlichen Konzert ab. Die Arbeit für das gemeinsame Musizieren hatte zu Beginn Versuchscharakter. Alle Musiker waren gespannt, wie die von den beiden Dirigenten Dorothea Rockhoff (Kleine Domkantorei) und Gerhard Friedrich (Posaunenchor) ausgewählten Stücke gemeinsam oder im Wechsel zusammenfinden würden. Beide wählten Literaturen aus, die einen gelungenen musikalischen Bogen durch das weihnachtliche Konzert zogen.

Gruppenfoto An gut gesetzten Nahtstellen verband Pfarrerin Hanke Ibbeken die schön erlebte Stimmung im Kirchenraum mit Nachdenklichem aus der Weihnachts-geschichte. Bei der Kantate “Stimmt Hosianna an“ fanden die Sängerinnen und Sänger starke Unterstützung durch die Violinenspieler Susanne Kaps-Friedrich und Posaunenbruder Dieter Tepel sowie der Orgel.

Dorothea Rockhoff setzte unter Begleitung der Orgel zwei weitere Mosaiksteinchen hinzu: Als Sopransolistin sang sie die beiden Arien „Wie lieblich ist der Boten Schritt“ und “Er weidet seine Herde“. Übrigens zu unseren Aktiven gehört inzwischen auch eine Schar von zehn Jungbläsern und –bläserinnen. Sie hatten bei diesem Konzert ihren ersten „großen Auftritt“ mit zwei eigenen Stücken und zwei mit dem großen Chor gemeinsam gespielten Titeln. Unsere jungen Debütanten waren rundherum glücklich.

Mit „Tochter Zion“, von allen gemeinsam gesungen, ging das Jahreskonzert zu Ende. Aus den vielen Elementen aus Musik und Vorlesen formte sich ein mitnehmendes Ganzes, das die Gemeinde im Anschluss durch reichlichen Beifall belohnte.

Fazit für alle Aktiven: Es hat sich gelohnt, und eine Wiederholung ist schon beschlossene Sache